Neue Mitglieder, ob Anfänger oder Fortgeschrittene, sind jederzeit herzlich bei uns willkommen!

Wir sind eine schon seit vielen Jahren bestehende ZEN-Meditationsgruppe, um bei uns mitzumachen, muss man keiner bestimmten Glaubensrichtung zugehörig sein, oder einer besonderen, exotischen spirituellen Tradition verpflichtet sein. Wir versuchen alles dogmatische, sektiererische und lebensbeengende zu meiden. Neue Mitglieder, ob Anfänger oder Fortgeschrittene -sind jederzeit herzlich bei uns willkommen!
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Fröhliche Weihnachten

Letztes

Home of taozazen-Meditationsgruppe Wettingen

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Herbert schickt uns in seinen Mails immer besonders nachdenkliche Zen-Texte, ich habe die jetzt als kleine Sammlung als eine neue Seite Zen-Worte aufgeschaltet

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Vorträge 2012 von und mit Marcel Geisser

in der Sangha Zürich       Yoga Kurszentrum

             Mainaustr. 45

             8008 Zürich

Raumöffnung:   18.45 Uhr

26. März, 19 Uhr
Thema: Der Bodhisattvaweg – Gelebtes Mitgefühl

12. November, 19 Uhr
Thema: Die 5 Buddhafamilien: Charaktertypen aus buddhistischer Sicht. Eine spirituelle Psychologie.

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„Das Geheimnis des aussergewöhnlichen Menschen

Ist in den meisten Fällen nichts als Konsequenz.“

Buddha

hier die Freitags-Texte:

Rezitation

Zazen ist ein tiefes Berührt-Werden….

Ausblick 2012

ein Licht im Dunkeln

Das Leiden, die Wellen der Illusionen

Nicht getrennt von Allem….

Stille spricht…

Klar sehen – offen sein

Eine Geschichte

Keine Wahl zwischen Zweierlei

Upeksha – Gleichmut

Das Leben ist einfach

Buddha war kein Buddhist

Kein Ich/Selbst oder Wahres Selbst?

Buddhanatur

Mudita oder auch Mitfreude

weitere Texte in unserem Archiv

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Flyer download

Hier könnt ihr den Flyer unserer Sangha herunter laden..

pdfFlyer downloaden

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Zeitungsbericht vom 5. November 2005 in der Aargauerzeitung

Die Aargauer Zeitung hat am 5. November 2005 einen Zeitungsbericht über unsere Sitzgruppe veröffentlicht.

Der Zeitungsartikel kann hier angesehen werden.


Wenn Euch die Seite gefallen hat freuen wir uns auch über einen Kommentar.

Nun viel Spass beim Lesen!

Nicht Vergessen; wir haben auch noch unsere Webseite

Tao Sitzgruppe Wettingen

Es gibt keine Sicherheit

Wir können nichts mit Sicherheit über das Jenseits aussagen. Und das ist auch gar nicht notwendig. Ja, du hast recht, die Angst vor dem Tod lässt den Menschen sich unfrei fühlen und hindert am Leben. Doch was sind die Wurzeln dieser Angst? Es ist nicht der Tod oder das, was danach kommen mag, was die Angst verursacht. Es ist der Wunsch nach Sicherheit, der Wunsch zu wissen, dass einem nichts Schlimmes passieren kann. Aber Sicherheit gibt es nicht – nicht im Leben und nicht im Tod. Die Angst vor dem Tod und die Angst zu leben – wirklich und voll zu leben – sind Geschwister. Denn du kannst nur dann voll leben, wenn du in jedem Moment stirbst, wenn du in jedem Moment die Vergangenheit loslässt, genau wie die Zukunft. Dann erkennst du die Ewigkeit des Jetzt. Sind wir bereit, den Anspruch auf Sicherheit, die Illusion von Sicherheit aufzugeben und jedem Moment des Lebens neu und rückhaltlos zu begegnen, ihn voll zu leben – sei er angenehm oder unangenehm, und zwar mit wachem und stillem Bewusstsein, dann werden wir auch in der Lage sein, dem Tod und was auch immer danach kommen mag mit derselben Wachheit, Bewusstheit und Gelassenheit zu begegnen. Dann wird der Tod ein Fest sein, so wie das Leben ein Fest ist. Dann wird im Tod derselbe Friede herrschen wie im Leben.

Pyar Rauch (*1960)

Rezitation

Als ich zum ersten Mal in Japan ein Zen-Kloster besuchte um dort Zazen zu üben, war ich ziemlich erstaunt und verunsi-chert. Kaum hatte ich mich auf meinem Sitzkissen eingerich-tet, erklang ein Glockenschlag und die Anwesenden began-nen, im Rhythmus einer hölzernen „Trommel“ lautstark einen Text zu rezitieren. Wo war ich bloss hingeraten? Ich wollte keine Lobgesänge mehr anstimmen und auch nicht mehr beten. Ich wollte bloss meditieren.  Da in einem japanischen Zen-Kloster nicht viel erklärt wird brauchte ich ziemlich lange bis ich verstand. Die rezitierten Texte waren natürlich weder Lobgesänge noch Gebete. Es waren schlicht und einfach Lehrtexte. Die ersten Jahre nach Buddha wurde seine Lehre nicht aufgeschrieben, sondern mündlich weitergegeben. Um sich die Texte besser merken zu können wurden sie in Vers-form gebracht und rhythmisch vorgetragen…. So geht es bei der Rezitation in erster Linie darum, sich wichtige Lehrinhalte immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Natürlich ist es wich-tig, die Texte Wort für Wort und im besten Fall unter Anlei-tung eines Lehrers zu studieren und zu verstehen. Die Rezi-tation ist jedoch für das intellektuelle Verständnis nicht be-sonders geeignet, besonders wenn sie nicht in der eigenen Muttersprache durchgeführt wird. Warum wird also trotzdem rezitiert?  In einem Rinzai-Kloster beginnt der Tag normaler-weise mit einer Stunde (!) Rezitieren in hohem Tempo und grosser Lautstärke. Das weckt die Lebensgeister und fegt die Alltagsprobleme hinweg. Es fordert volle Konzentration um das Tempo halten zu können und sich dem Rhythmus der Anderen anzupassen. Ausserdem stärkt es den Atem, die Stimme und den Energiefluss. Gezwungenermassen lebt man völlig in der Gegenwart, wenn man sich mit dem ganzen Körper und allen Sinnen hineingibt. In diesem Sinne ist auch das Rezitieren der Lehrtexte eine Art Meditation.

Marco  Genteki  Röss, Kaikatsuan, Ort für jap. Schriftkunst und Zen-Meditation Alleeweg 30, 3006 Bern

Zazen ist ein tiefes Berührt-Werden….

…Zazen ist ein tiefes Berührt-Werden Ein Berührt-Werden vom Leben und ein Berührt-Werden vom ganzen Universum, das nicht verschieden ist vom Leben. Zazen ist eine riesige Öffnung hin zu diesem Universum, dessen Geist nicht verschieden ist von unserem Geist. Zazen schliesst kein Gefühl aus und weist nichts zurück…

Thomas-Joshin Söchting

…Die Geisteshaltung fliesst ganz natürlich aus einer tiefen Konzentration. Im Zazen ziehen die Bilder, die Gedanken, die mentalen Gebilde,  vorbei wie Schatten vor einem Spiegel. Wenn man persönliche Gedanken nicht unterhält, erscheint jenseits des Denkens, das Hishiryo-Bewusstsein. Hyshiryo kann übersetzt werden durch  „ursprüngliches und universelles Bewusstsein vor dem Denken.“

Das universelle Bewusstsein manifestiert sich auf natürliche Weise. Wenn man die richtige Haltung beibehält und eine tiefe und ruhige Atmung praktiziert, kann die Wirklichkeit des Lebens gespürt werden, die das ganze Universum durchdringt…

…So können wir beim Zazen direkt die Erfahrung machen von dem, was durch das Denken nicht begriffen werden kann. Die Samen des Unbewussten kommen zutage wie Blasen, die an die Oberfläche steigen und verschwinden, ohne Spuren zu hinterlassen. Wir lassen die Gedanken vorbeiziehen und hören auf auszuwählen und zurückzuweisen. Ein Meister schrieb: „Der Weise hat weder Ich noch Nicht-Ich, sondern er ist das Universum, und das Universum ist er.“

Michel Bovay, Larent Kaltenbach, Evelyn de Smedt

Im Diamant-Sutra heisst es:

„Wenn der Geist bei nichts verweilt, erscheint der wahre Geist.“

Zen-Meister Taisen Deshimaru sagte:

„…Man kann der universellen Ordnung folgen, unbewusst, von selbst und natürlich, ohne Einsatz des Willens. Wenn wir ihr folgen, werden wir nicht fehlgehen. Alles wird Quelle unserer Freude, alles kann uns Glück und Zufriedenheit bringen. Angst, Furcht, Sorge und Zweifel verschwinden. Wir werden demütig und bescheiden. Unser Geist wird sanft, teilnehmend, ehrlich. Von selbst und natürlich, können wir versuchen uns in Einklang zu bringen mit allem, was existiert. So erschaffen wir tiefen Respekt für die grosse Symphonie des Lebens…“

Zen-Meister Daisetz Suzuki sagte:

„Zen ist, in der Tiefe des Seins die wahre und unbegrenzte Kraft zu finden

und, indem man dieser schöpferischen Energie gehorcht, aktiv zu werden.“

 

 

 

 

 

 

 

Ausblick 2012

Schon ist wieder ein Jahr vorbei, mit vielen besinnlichen Zazen Abenden im Kreise gleichgesinnter Freunden. Schon steht das neue Jahr vor der Tür,  möge das neue Jahr Euch allen inneren Frieden und den Wunsch zu noch mehr, gemeinsammen Zazen Abenden bringen und möge das neue Jahr ein gutes Jahr werden.

das allte Jahr ist vorbei und das neue Jahr ist noch nicht da

dazwischen verweilen wir im Hier und Jetzt

***

Wir sehen uns wieder am Freitag den 13.Januar 2012 um 2o Uhr

zum gemeinsammen Zazen

30. 12.2011 Erwin

ein Licht im Dunkeln

ein Licht im Dunkeln

Allen Sangha-Mitgliedern und allen Lesern von unserem Blog

wünschen wir eine Fröhliche und besinnliche Weihnachten.

Seid Euch selbst ein Licht im Dunkeln

Buddha

Das Leiden, die Wellen der Illusionen

Der Mensch leidet, Gefangener seiner Illusionen. Die Wurzel des Leidens ist die Illusion; Illusion wird zu Leiden. Der Mensch ist verstrickt in Gedanken, Sorgen, Ratlosigkeit, Angst, Verzweiflung. Er fühlt sich zurückgewiesen oder brennt vor heisser Liebe. Der Arme leidet, der Reiche leidet auch. Leiden hat nicht immer einen wirklich vorhandenen Anlass. Das Leiden, das der  Geist erschafft, ist noch grösser. Wir müssen dieses Feuer des Geistes beobachten. Wenn wir verfolgt werden, wer legt das Feuer? Wir selbst! Die Hölle befindet sich nicht in einer anderen Welt, sie existiert in unserem eigenen Geist.

Auf den Wellen der Illusionen irrt der Mensch im Ozean des Lebens und des Todes umher, weil er zu sehr an seinem Ego haftet, an materiellen Dingen. Manchmal liebt man, manchmal hasst man, manchmal flieht man, manchmal läuft man etwas hinterher.

Wie soll man dieses Problem des Leidens lösen? Das ist die Frage, die sich Buddha Shakyamuni stellte. Die Menschen neigen dazu, das Leid vermeiden zu wollen und dem Glück nachzulaufen. Wenn man nur Glück sucht, kann man dem Leiden nicht entkommen. Schlimmer noch, man wird unfähig sein, Glück zu erleben, denn man wird immer voll Angst sein, es zu verlieren.

Es gibt keinen Ort, an dem man fliehen könnte vor Veränderung, Alter und Tod. Der Buddha-Zustand widersetzt sich nicht, lehnt nicht ab, fasst nach nichts. Kämpfen gegen Unvermeidbares zieht Leiden nach sich: Zazen gibt die Kraft, dies zu akzeptieren.

Daigu Ryokan sagte:

„Wenn du dem Unheil begegnest, ist es gut dem Unheil zu begegnen.

Wenn du sterben musst, ist es gut, zu sterben.

Das ist die wunderbare Art, dem Unheil zu entkommen.“

 

 

Michel Bovay, Laurent Kaltenbach, Evelyn de Smedt

Nicht getrennt von Allem….

Nachahmen und Vergleichen sind von Schaden. Es gibt keine zwei gleiche Buddhas – wie wunderbar! – und auch keine zwei gleiche Geschichten des Erwachens. Es bist immer genau du und genau deine Geschichte ist die richtige. Genau jetzt, genau hier, genauso wie du bist – mit allen Schwächen und Stärken deiner Persönlichkeit. Nichts kann Erwachen verhindern, nicht ist vorher zu erledigen oder zu ändern. Aber du bist frei, aufzuwachen oder noch ein wenig zu schlafen – auch das ist okay! Vielleicht hast du ja gerade einen wunderschönen Traum … und dann bist du einfach ein Buddha, der träumt…

Der Preis ist nicht hoch, es kostet einfach nur alles andere. Der Preis, der zu entrichten ist, ist die Aufgabe der ganzen Illusion von Welt, von ich, von mein, von gut und schlecht, von Wollen und Nicht-Wollen. Die Währung heißt Hingabe, heisst Akzeptanz, heisst „Dein Wille geschehe, in Deine Hände befehle ich meinen Geist”, heisst Ja, es ist okay wie es ist, wie auch immer, wie auch immer es sein mag – ich bin zufrieden, in Frieden. Der Gewinn ist unermessliches, übervolles, von Liebe überfliessendes Nichts, Nichts – nicht getrennt von Allem.

„Erleuchtung ist keine Erfahrung, sie hat keine Form, keinen Geschmack, keinen Ton, kein Gefühl, keine Emotion, es ist noch nicht mal ein Zustand. Erleuchtung ist einfach und ganz natürlich. Sie ist unsere eigentliche Natur. Es ist, was du bist und schon immer warst. Es ist was du bist, wenn alles was du nicht bist, wegfällt. Es ist nichts, was hinzugefügt würde zu einer Person. Es ist, was nach Abzug von allem inklusive der Person übrig bleibt. Es ist nicht das Vorhandensein von etwas, sondern die Abwesenheit der Illusion, des Traumes, die Abwesenheit des separaten Ich. Es gibt da nichts zu gewinnen! Und was bleibt, wenn du alle Definitionen deiner selbst, alle Masken und Rollen, alle Namen und Formen, alle Körper und Seelen weglässt?

Es ist kein irgendwo Angekommensein, kein irgend etwas Erreicht haben. Es ist kein Erreichen, kein Bekommen, sondern ein Verlieren von allem, inklusive deiner selbst. Es ist ein Verlieren von allem was nicht real ist, aber immer so real schien. Und es gibt kein Ankommen. Es ist ein ständiges Geschehen, jetzt und jetzt, tiefer und tiefer, jeden Moment. Es gibt keine Erfahrung von Erleuchtung. Erleuchtung ist da, wo jede Erfahrung, jeder Gedanke, jedes Gefühl endet. Erleuchtung ist da, wo der Erfahrende, der Denkende, der Fühlende verschwindet. Erleuchtung ist da, wo individuelles Bewusstsein und DAS zusammenfallen, da, wo Bewusstsein und Leere in eines zusammenfallen.

Da gibt es kein Wissen, kein Erfahren, keine Möglichkeit es zu erinnern – es ist Sein, existentiell, Nichts, Raum, Unendlichkeit. Es ist noch nicht mal Einheit. Um Einheit zu denken oder zu erfahren, muss die Möglichkeit der Zweiheit bestehen! Aber da gibt es diese Möglichkeit gar nicht. DAS ist immer da, in leuchtender Klarheit – jenseits jeder Form, jedes Phänomens, jedes Gefühls, jedes Gedankens, jeder Erfahrung. Es gibt nichts anderes. Aus der Dualität betrachtet ist das unmöglich. Von der Wahrheit, von der Quelle aus betrachtet besteht selbst in der Dualität der Erscheinungen, in Phänomenen, Gedanken, Gefühlen keine Trennung – sie sind einfach was sie sind: Phänomene, die aus Nichts auftauchen, die Nichts sind und im selben Moment zu Nichts zurückkehren.
Und die Reise geht weiter und weiter – kein Ziel, kein Ankommen. Es ist nicht sprechbar, nicht schreibbar, nicht ausdrückbar. Bitte bleib nicht an diesen Worten hängen! Sie sind so armselig und niemals wirklich wahr.“

„Zur Wahrheit erwachen heißt niemand sein, NICHTS sein, bewusst Sein, nur sein. Da ist kein Ego, keine Person. Kein Gewinnen, sondern ein Entblössen geschieht da, kein Addieren, sondern ein Subtrahieren, ein fortwährendes Abziehen von allem, bis NICHTS mehr übrig bleibt: Überfliessende Leere, Stille – NICHTS – nicht getrennt von Allem.“

  Pyar Rauch (*1960)

http://www.pyar.de/pyar.htm


Stille spricht…

Stille spricht…. Text von Eckhart Tolle

Wenn Du den Kontakt mit deiner inneren Stille verlierst, so verlierst Du den Kontakt mit dir selbst.
Wenn Du den Kontakt mit dir selbst verlierst, verlierst du dich selbst in der Welt.
Dein innerstes Verständnis von dir selbst, was du bist, ist untrennbar von Stille.
Dies ist das „Ich bin“ , das tiefer ist als Name und Form.

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Stille ist Deine wahre Natur. Was ist Stille?
Der innere Raum von Bewusstsein, in dem diese Worte wahrgenommen und zu Gedanken werden. Ohne dieses Bewusstsein würde es Wahrnehmung, keine Gedanken, keine Welt geben.
Du bist dieses Bewusstsein in Gestalt deiner Person.

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Das äußere Geräusch entspricht dem inneren Geräusch des Denkens.
Die äußere Stille entspricht der inneren Stille. Wann immer Stille um dich herum ist, höre sie. Das bedeutet, Du bemerkst sie. Richte deine Aufmerksamkeit auf diese Stille. Die Wahrnehmung der Stille lässt die Stille in dir erwachen, weil du nur durch Stille Schweigen wahrnehmen kannst. In dem Augenblick, wenn Du die Stille um dich bemerkst, hörst du auf zu denken. Du nimmst wahr, aber du denkst nicht.

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Wenn Du der Stille gewahr wirst, dann ist da sofort ein Zustand von stiller Wachsamkeit. Du bist präsent. Du bist aus einer kollektiven menschlichen Konditionierung von Tausenden von Jahren ausgestiegen.

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Schaue einen Baum, eine Blume, eine Pflanze. Richte deine ganze Aufmerksamkeit darauf. Wie still sind sie, wie tief verwurzelt mit dem Sein. Erlaube der Natur, die Stille zu lehren.

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Wenn du einen Baum anschaust und seine Stille wahrnimmst, wirst du selbst still. Du verbindest dich mit ihm auf einer sehr tiefen Ebene. Du fühlst diese Einheit mit was immer du in und durch Stille wahrnimmst. Diese Einheit deines Selbst mit allen Dingen zu spüren, das ist wahre Liebe.

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Geräuschlosigkeit ist hilfreich, aber du brauchst sie nicht, um zur Stille zu finden.
Sogar wenn da Geräusche sind, kannst du die Stille wahrnehmen, die hinter diesem Geräusch ist., der Raum, von dem diese Geräusche kommen. Das ist der innere Raum von reiner Wahrnehmung, dem Bewusstsein selbst.
Du kannst dieses Bewusstsein wahrnehmen als der Hintergrund für alle deine Sinneswahrnehmungen, deiner Gedanken. Sich seines Bewusstseins gewahr zu werden, bedeutet das Entstehen innerer Stille.

***

Richte deine Aufmerksamkeit auf die Räume dazwischen – der Raum zwischen zwei Gedanken, das kurze Schweigen zwischen zwei Worten bei einer Unterhaltung, zwischen den Noten eines Piano oder einer Flöte, oder der Zeitraum zwischen dem Ein- und Ausatmen. Wenn du deine Aufmerksamkeit auf diese Zwischenräume richtest, dann wird Gewahrsein von etwas einfach Gewahrsein. Die formlose Dimension von reinem Bewusstsein kommt aus deinem Innern und ersetzt die Identifikation mit Form.

***

Wirkliche Intelligenz arbeitet schweigend. Stille ist wo Kreativität ihre Quelle hat, Lösungen zu Problemen gefunden werden.

***

Ist Stille nur die Abwesenheit von Geräusch und Inhalt? Nein, sie ist Intelligenz selbst. Ihr liegt das Bewusstsein zugrunde, aus dem jede Form geboren wird.
Und wie kann das von dir getrennt sein? Die Form, von der du denkst, dass du sie bist, kommt aus diesem und wird davon getragen. Es ist die Essenz aller Galaxien und Grashalmen, von allen Blumen, Bäumen, Vögel und all den anderen Formen.

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Stille ist das einzige in dieser Welt, das keine Form hat. Aber dann ist sie auch nicht wirklich ein Ding und ist somit nicht von dieser Welt.

***

Wenn du einen Baum oder ein menschliches Wesen in Stille anschaust, wer schaut dann wirklich? Da ist etwas, das tiefer ist als eine Person. Bewusstsein schaut auf diese Schöpfung. In der Bibel steht, dass Gott die Welt erschuf und sah, dass sie gut war. Das ist es was du siehst wenn du aus der Stille heraus schaust – ohne Gedanken.

***

Brauchst du mehr Wissen? Brauchen wir mehr Information, um die Welt zu retten. Oder schnellere Computer, mehr wissenschaftliche oder intellektuelle Analysen? Brauchen wir nicht am nötigsten Weisheit in dieser Zeit?
Aber was ist Weisheit und wo kann man sie finden? Weisheit kommt aus der Fähigkeit, still zu sein. Schaue einfach und horche. Das ist nichts mehr, was wir brauchen. Still sein, schauen und lauschen aktiviert die nicht-konzeptuelle Intelligenz in dir. Lass die Stille deine Worte und Aktionen lenken.

Zitate aus dem Buch „Stillness speaks“ von Eckhart Tolle, veröffentlicht im britischen Literaturmagazin „Cygnus Review“ und von Hans Piron ins Deutsche übersetzt.

Quelle:

http://www.zentrum-fuer-psychosynthese.de/index.html

 

Klar sehen – offen sein

Wenn wir dem Körper, den Sinnen, dem Geist, dem Bewusstsein volle Aufmerksamkeit schenken, enthüllen sich uns eine Reihe von Grundmustern und Gesetzmässigkeiten. Als erstes die Tatsache, dass alles entsteht, vergeht und sich ständig verändert. Mit den Worten Ryokans:
„Unterwegs zum Betteln an diesem Frühlingstag hielt ich an, um Veilchen zu pflücken. Oh! Schon ist der Tag vorbei!“

„Das Leben ist gleich einem Tautropfen, Flüchtig und leer. Dahin sind meine Jahre. Und nun, zittrig und schwach, muss ich vergehen.“.
Haben wir die Veränderlichkeit und Vergänglichkeit erkannt, verstehen wir auch eine daraus folgende Gesetzmässigkeit: alle diese Dinge und Verhältnisse, aber auch die Menschen rund um uns sind nicht in der Lage, uns bleibende Befriedigung zu verschaffen. Befriedigung ist zwar möglich, doch auch sie hat ihre Zeit und vergeht.

Wenn wir noch genauer hinschauen, erkennen wir eine dritte Gesetzmässigkeit: Die grundlegende Substanzlosigkeit aller Erscheinungen und aller Erfahrungen des Daseins. Weder in uns selber noch irgendwo im Universum finden wir eine unveränderliche, unabhängige, in sich selbst existierende Essenz oder Wesenheit, von der wir behaupten können: das ist mein letztendlicher Kern, oder das ist die zentrale, unveränderliche Wesenheit des Daseins. Der Buddha verglich das Wesen des Daseins mit einer Blase in einem Fluss, einem Wetterleuchten in einer Sommerwolke, einem flackernden Licht, einem Phantom, einem Traum.

Weil wir die Gesetzmässigkeiten des Daseins nicht klar erkennen und verstehen, identifizieren wir uns laufend mit unseren Erfahrungen und reagieren mit bestimmten Verhaltensmustern: Festhalten, Widerstand oder Desinteresse. Da ist eine grosse Diskrepanz zwischen der Art, wie das Universum funktioniert, und unserem Verhalten; zwischen den Grundtatsachen des Lebens und der Art, wie wir damit umgehen. Ignoranz, Blindheit und Nichtverstehen kennzeichnen unsere Haltung gegenüber den Gegebenheiten der Wirklichkeit.

Entweder verbringen wir unser ganzes Leben mit dem Versuch, das Universum so zu verändern, wie wir es gerne hätten. Oder wir verändern uns selbst. Noch besser, wir verändern unsere Haltung gegenüber dem Leben: von einer Haltung, die durch Kampf und Krampf gekennzeichnet ist, zu einer solchen des Sich-Einstimmens. Anstatt zu versuchen, den Fluss zu stoppen, lernen wir mit zu schwimmen. Anstatt darauf aus zu sein, die Melodie des Universums in unserem Sinne umzustimmen, lernen wir, sie mitzusingen und in ihrem Rhythmus zu tanzen.
Seng-ts`an, ein chinesischer Meister, drückte dies so aus:

„Der vollkommene Weg ist nicht schwierig für die, welche keine Vorlieben haben. Wenn Hassen und Haften wegfallen, wird alles klar und unverhüllt. Eine Haaresbreite Unterscheidung jedoch – und Himmel und Erde sind weit voneinander getrennt. Wer die Wahrheit erkennen will, sei nicht dafür und nicht dagegen. Der Weg ist vollkommen wie der weite Raum. Nichts ist zu wenig und nichts zu viel. Nur wegen unserer Neigung, anzunehmen oder zu verwerfen, sehen wir die wahre Natur der Dinge nicht.“

2.12.2011 Klar sehen – offen sein von Fred von Allmen

Eine Geschichte

Eine Geschichte

Ein Zen-Meister auf West-Tournee erhielt Besuch von einem Uniprofessor.

„Bitte erklären Sie mir Zen“, sagte der Professor.

Der Zen-Meister erwiderte: „Nun trinken wir doch erst mal einen Tee.“

Er holte Tassen und eine Kanne voll Tee und goss seinem Gast Tee ein. Er goss die Tasse voll und goss weiter und weiter, und der Tee lief über und füllte die Untertasse.

„Oh, genug, genug“, sagte der Besucher verwirrt nach einigem Zögern, „der Tee läuft über.“

„Ja“, sagte der Zen-Meister heiter und stellte die Kanne ab, „da passt nichts mehr rein.“

Der Professor wusste offensichtlich nicht, was er denken sollte.

Der Zen-Meister lächelte. „Ihr Kopf ist ziemlich voll.“

Der Professor lächelte ebenfalls etwas hilflos, aber auch ein bisschen stolz. Nein, ein Hohlkopf war er gewiss nicht. Oh nein.

Der Zen-Meister nickte vor sich hin. „Wie soll man in eine volle Tasse noch Tee einschenken?“

 

Keine Wahl zwischen Zweierlei

„Die höchste Wahrheit ist nicht schwierig und lässt keine Wahl zwischen zweierlei zu“ sagte Zen-Meister Seng-tsan – (7.Jh.)  “Die höchste  Wahrheit“ ist der Sinn unseres Lebens, der Sinn des gesamten Seins. Schwierig wird sie nur durch unsere falsche Voraussetzung, mit der wir an die Sache heran gehen Die falsche Voraussetzung ist, dass wir etwas suchen, was wir niemals finden können, wenn wir uns auch noch so anstrengen  - da das was wir suchen, als unser allereigenster Besitz stets gegenwärtig ist.

Der Chinesische Zen-Meister Da-zhu (8.Jh) sagt: “ Das Schatzhaus in dir enthält alles, und es steht dir zur Verfügung. Du brauchst nicht ausserhalb zu suchen.“ Das was wir  suchen, ist unsere eigen Wirklichkeit. Wir haben sie nicht verloren, sie ist immer da. Nur haben wir sie überdeckt mit den Projektionen unserer Wahnvorstellungen. Die höchste Wahrheit, die wir suchen, liegt direkt vor uns. Sie offenbart sich in allen Formen, in allen Erscheinungen, wenn wir nicht mehr in der Wahl, in der Unterscheidung zwischen Zweierlei stehen.

Alles ist die eine Wirklichkeit, sei es ein herrlicher Schmetterling, eine wunderschöne Blume, ein kraftvoller Baum oder sei es ein Hundescheisshaufen auf der Strasse, in den ich gerade hinein getreten bin. Es ist alles das Eine, den alles ist ein organisches, allumfassendes Ganzes, da alles in sich beschlossen hält. Wir können nichts herausnehmen auch kein Staubkorn.

Wir können weder etwas verschwinden lassen, noch auflösen – alles lässt sich nur umwandeln.

Wir projizieren es selber, dieses ganze Welttheater, diese ganze Traum-Welt, so wie wir sie wahrnehmen. Die Erfahrungen, z.b.  von den das Tibetische Totenbuch berichtet sind Projektionen des Bewusstseins. Darum ist es sehr wichtig, dass wir zur Klarschau und zum Gewahrsein des Geistes mitten im Leben gelangen, dass wir mitten in der Aktivität, überall, wo es auch sei,im Gewahrsein des Geistes verweilen, sodass wir im Bardo alle Erscheinungen als unsere eigene Projektion erkennen. Wenn wir nur haarbreit von der Wirklichkeit getrennt bleiben, sind wir von ihr geschieden so weit wie der Himmel von der Erde. Wenn wir den Bogen anlegen und wir schissen daneben, dann haben wir das Ziel verfehlt, sei es um einen Zentimeter oder sei es um einen Meter. Da ist kein Unterschied.

Erst wenn wir das Zweierlei überschreiten, offenbart es sich. Dann werden wir uns Auge in Auge gegenüberstehen und jedes Wort ist überflüssig. Annehmen und verwerfen, richtig und falsch, gut und böse, weltlich und geistig, das alles ist, “ der Kampf zwischen Gehorchen und Widerstehen, „weltlich ist nur, wenn wir unterscheiden zwischen weltlich und geistig, den das Geistige offenbart sich nur da, wo wir nicht mehr am Geistigen festhalten. Hier offenbart sich das Geistige mitten in der Welt.

18.11.2011                                                                                                                                        Wolfgang Kopp Zen Jenseits aller Worte

Upeksha – Gleichmut

Aus dem Vortragszyklus der Brahmaviharas mit Dagmar Jauernig

Upeksha ist der vierte Aspekt der wahrer Liebe und das ist der Gleichmut, wie das Wort aussagt hat es etwas mit Mut und Gleichheit  zu tun. Wenn wir gleichmütig sind, dann machen wir keine  wertenden Unterscheidungen, alles ist Gleichwertig, weder an Vorlieben noch an Abneigungen.  Um dies verwirklichen zu können, ist die Entwicklung von Weisheit und einem weiten, freundlichen Herzen zentral.  Dies beginnt mit Achtsamkeit diese ermöglicht uns, uns selber und allem anderen Raum zu geben und nicht alles allzu eng zu sehen.

Wärend der Medition, kam plöztlicher Lärm im Vorraum auf, ich habe da, entscheiden können, will ich reagiren oder will ich rausgehen und um Ruhe zu bitten oder vertraue ich darauf, dass der Lärm, wieder vorbei geht, bzw. entdecke ich in mir den inneren Raum, den Lärm einfach als unangenehm zu erkennen und mich nicht damit zu identifizieren. In solchen Situationen, kann ich immer wieder selber entscheiden, will ich reagieren oder nicht, vor allem in welcher Art Weise.

Wie fühlt sich Gleichmut an? Wir sind voll präsent und achtsam und die Ich-Identifikation ist nicht im Vordergrund. Wenn wir den Zustand des Gleichmutes erreichen,  hören wir auf zu unterscheiden. Sind wir gleichmütig erkennen wir Freund, Feind, ich und andere  als wesensgleich,  ein Fremder ist gleich wichtig und Gleichwertig, wie unsere eigenen Familienmitglieder. Wir geben uns und anderen Raum, ein Gefühl von Offenheit und Wärme breitet sich in uns aus, wir freuen uns in einer stillen Weise, die nicht davon abhängt, ob Dinge so laufen, wie wir sie uns wünschen und Menschen sich so verhalten, wie wir es gerne hätten.

Gleichmut ist nicht unterscheiden

Gleichmut ist Freiheit

Gleichmut ist verstehen

Gleichmut ist eine Herzensenergie

Gleichmut ist wärme

Gleichmut ist innerer Friede

Gleichmut ist heilsam

Gleichmut ist ein selbstloser, nicht-anhaftender Geisteszustand, der nicht mit Gleichgültigkeit  zu verwechseln ist, , auch wenn die Worte ähnliches aussagen, wird das gerne missverstanden.

Ein gleichgültiger Mensch hat keine oder versagt sich eine eigene Meinung, bildet sich kein Urteil oder bewertet  ungenau. Er zeigt weder positive noch negative Gefühle zu bestimmten Dingen oder Vorkommnissen. Vereinfacht ausgedrückt kann man feststellen: Der gleichgültige Mensch „bekommt nur wenig mit“ und bemerkt nur das, was ihn direkt interessiert. Alles andere „geht an ihm vorbei“


Was geschieht in uns wenn wir unseren Gleichmut verlieren? Wir denken vor allem in der Ich-Form,

in Wollen und Nicht-Wollen, wir sind nicht im Frieden, mit uns selbst. In uns wird es eng,  wir bekommen ein Gefühl von eingesperrt sein,  Freude und Herzensweite schwinden. Hier kann uns die Achtsamkeit helfen.

Ein Atemzug in voller Achtsamkeit

ist ein Atemzug in Frieden

von Thich Nath Hanh

Die folgende Geschicht zeigt uns was Gleichmut ist, es ist ein Mur der nicht unterscheidet, auch das eigene Leben, wird nicht höher bewrtet.

In Korea gab es zur Zeit der Bürgerkriege einen ganz besonders grausamen General, der Menschen wahllos niedermetzelte und vor dessen Truppen alle flohen. Nur ein Zen-Meister machte keine Anstalten zu fliehen, als der General mit seinen Männern das Dorf einnahm. Der General ging in das Kloster, zog vor dem Meister sein Schwert und drohte: «Weißt du nicht, wer ich bin? Ohne mit den Wimpern zu zucken kann ich dich töten.» Der Zen-Meister erwiderte sanft: «Und du, weißt du nicht wer ich bin? Ich bin ein Mann, den man töten kann, ohne daß er mit der Wimper zuckt». Da verneigte sich der General und untersagte seinen Männern, das Dorf zu plündern.
Marco Aldinger, „Was ist die ewige Wahrheit?“ „Geh weiter!“

Wenn wir unermessliche Liebe, Mitgefühl,Freude und Gleichmut praktizierten transformieren wir nach und nach Ärger, Wut, Zorn und Eigendünkel und durschauen unsere Ich-Identifikation mehr und mehr. Gleichmut ist letztlich ohne  Anhaften am eigenen Wollen oder Nicht-Wollen.

Denn Gleichmut ist ganz ohne Wollen,ohne  Anhaften, auch ohne Abwehr, ohne Wiederstand und ohne Erwartungen und ganz ohne Hektik.

Mit dem Gleichmut sind wir im Zyklus der 4 Brahmaviharas am Ende angelangt und zugleich wieder an Anfang. Weil im Gleichmut vereinigen wir, die Praxis der  drei vorherigen Brahmaviharas, Liebe, Mitgefühl und Freude, die alle zusammen wirken als die vier Unermesslichen. Gleichmut ist auch einer der 7 Erleuchtungsfaktoren,  basiert wie alle Erleuchtungsfaktoren auf der Achtsamkeit und wirkt in lebendiger Weise mit ihnen allen zusammen  

Ohne Achtsamkeit und ohne Liebe,ohne Mitgefühl ohne Freude, wird es auch keinen Gleichmut geben. 

Dazu habe ich eine Chinesische Weisheit gefunden, die eigentlich alles aussagt.

Solange Du dem anderen

sein anders sein nicht verzeihst,

bist Du noch weitab

vom Weg der Erkenntnis

 12.11.2011 der Vortrag von Dagmar, wurde von Erwin nacherzählt

Hier noch alle Beiträge aus dem Brahmaviharazyklus

Mudita oder auch Mitfreude

Metta

Karuna



Das Leben ist einfach

Das Leben ist einfach

Die folgende Meditation wird dich  nach wenigen Atemzügen in einen entspannten und gelassenen Zustand versetzen und dabei möglicherweise deine Perspektive ein wenig erweitern:

Mit offenen oder geschlossenen Augen – ganz, wie Du möchten – atmest Du in deinem ganz eigenen Atemrhythmus und sagst beim Einatmen zu dir selbst:

„Leben ist“ und beim Ausatmen: „einfach“

Beim nächsten Einatmen sagen du zu dir selbst:

„Leben ist“, und beim Ausatmen sagst du nichts und fühlst, wie der Atem an deinen Nasenlöchern nach aussen strömt.

Beim nächsten Einatmen sagst du zu dir selbst nur:

 “Leben“, und beim Ausatmen sagst du  wieder nichts und spürst nur, wie der Atem an deinen Nasenlöchern nach aussen strömt.

Um den Zyklus abzuschließen, atmest du still ein und aus und spürst, wie der Atem in deinem Körper und wieder nach aussen ins Freie strömt. Geniesse  die Stille.

Du kannst,  ganz nach Belieben, den Zyklus von vier Atemzügen wiederholen.

Ganz schön ist es auch, diese Atemmeditation mit einem Spaziergang zu verbinden.

Quelle: http://www.zenwalk.de/zen-praxis/einfach_leben.html

5.11.2022

Buddha war kein Buddhist

Buddha lehrte nicht Buddhismus. Er lehrte den Dharma, das Gesetz. Er lehrte nicht die Satzungen eines Glaubens oder eines Dogmas oder einer Lehre, die blind akzeptiert werden müssen. Durch seine eigene Erleuchtungserfahrung zeigte er für jeden von uns den Weg, damit wir die Wahrheit in uns selbst finden können. Während der fünfundvierzig Jahre, die er lehrte, gebrauchte er viele verschiedene Worte und Vorstellungen, um auf die Wahrheit hinzuweisen. Die Worte oder Vorstellungen sind nicht die Wahrheit selbst; sie deuten lediglich auf eine bestimmte Art der Erfahrung hin. Zu Buddhas Zeiten verwechselten die Menschen, durch die Kraft seiner Weisheit und Erfahrenheit, im Allgemeinen nicht die Worte mit der Erfahrung. Sie hörten, was der Buddha zu sagen hatte, blickten nach innen und erfuhren die Wahrheit in ihrem eigenen Geist und Körper.

Im Laufe der Zeit begannen die Menschen immer weniger zu üben und verwechselten die Worte mit der Erfahrung. Verschiedene Richtungen entstanden, die über Ansichten diskutierten. Es ist so, als ob man bei dem Versuch, das Licht einer Vollmondnacht zu erklären, auf den Mond zeigt. Den Finger statt des Mondes zu betrachten bedeutet, das Zeigen nicht zu verstehen. Wir sollten nicht den Finger mit dem Mond verwechseln und nicht die Worte, die auf die Wahrheit deuten, für die Erfahrung selber halten.

Als der Dharma nach China kam, entwickelte er sich in eine bestimmte Richtung durch eine Verbindung der Lehren des Buddhismus und des Taoismus. Einer derjenigen, der die Entwicklung und Richtung der Ch’an (später Zen)-Schule am meisten beeinflusste, war der sechste chinesische Patriarch, Wei Lang. Obwohl man ihm nachsagt, dass er des Lesens und Schreibens nicht kundig gewesen sei, war sein Geist so geläutert und durchdringend, dass er, nachdem er eine Zeile des Diamant-Sutra gehört hatte, erleuchtet war. Oft lasen ihm die Menschen Schriften vor, damit er ihnen die eigentliche Bedeutung erklären konnte. Er gab eine sehr klare Beschreibung davon, was die verschiedenen buddhistischen Lehren oder Fahrzeuge wirklich bedeuten.

Buddha Predigte die Lehre von den ‘Drei Fahrzeugen’ und ebenso von dem ‘Höchsten Fahrzeug’. Beim Versuch dies zu verstehen, solltest du deinen eigenen Geist untersuchen und ganz unabhängig von Dingen und Phänomenen handeln. Der Unterschied dieser vier Fahrzeuge existiert nicht im Dharma selbst, sondern bloss in der Leute Geist. Zu sehen, zu hören und das Sutra aufsagen, ist das Kleine Fahrzeug. Den Dharma kennen und dessen Sinn verstehen, ist das Mittlere Fahrzeug. Den Dharma in die Praxis umsetzen, ist das Große Fahrzeug. Alle Dharmas vollauf zu verstehen, sie vollkommen in sich aufgenommen zu haben, von allen Anhaftungen frei zu sein und sich im Besitz von nichts zu befinden, ist das Höchste Fahrzeug.

In allen Traditionen, ob es in Indien, in Burma, in China, in Japan, in Tibet oder Amerika ist, überall gibt es jene, die an den Worten haften, die das Sutra aufsagen. Das ist das Kleine Fahrzeug. Wenn wir die Worte Taten werden lassen und den Dharma erfahren, dann gehen wir durch die Fahrzeuge hindurch, bis wir an nichts mehr anhaften, nichts mehr besitzen und den Dharma voll und ganz leben, von Augenblick zu Augenblick. Das ist das Höchste Fahrzeug des Dharma, die Vollkommenheit der Übung. Dies ist in keiner Lehre enthalten, es ist in der Entwicklung des Verstehens von jedem Wesen enthalten.

 Wir sollten innerhalb der Geistesessenz nach Buddhaschaft trachten und sollten nicht außerhalb unser danach suchen. Derjenige, der von seiner Geistesessenz nichts weiß, ist ein gewöhnlicher Mensch. Der, welcher in seiner Geistesessenz erleuchtet ist, ist ein Buddha.  Wei Lang:

Nicht Buddha als historische Person, sondern Buddha als Freiheit von Befleckungen, als Reinheit des Geistes. Das ist der Buddha, zu dem wir alle werden müssen.

Von Joseph Goldstein

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